Jahresbericht „Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling“ im Kiebitzgrund 2026 liegt vor


Erfreuliche Bestandsentwicklung des seltenen und geschützten Schmetterlings im Kiebitzgrund

Die Bestandserhebung des „Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings“ im Kiebitzgrund ist für 2026 abgeschlossen. Der Lebenszyklus des Falters ist für dieses Jahr beendet und die neue Population sollte jetzt eigentlich schon als Raupe von den Knotenameisen in deren Bau transportiert worden sein.
Die Hinweisschilder wurden entfernt und eine schonende Bewirtschaftung der Flächen kann damit wieder erfolgen.

Das Ergebnis der durchgeführten Erhebung ist in einem Bericht niedergelegt und auf unserer Projektseite abrufbar. In dem umfangreichen Bericht wird auf viele Aspekte des Schmetterlingjahres eingegangen und das Ergebnis nach verschiedenen Sichtweisen beleuchtet.
Jahresbericht 2026 „Der Wiesenknopf-Ameisenbläuling im Kiebitzgrund„

Die besondere und sehr spezielle Lebensart des Schmetterlings, der neben eines extrem kurzen Lebenszyklus auch ausschließlich auf die Futterpflanze des Großen Wiesenknopfes sowie einer speziellen Ameisenart angewiesen ist, macht ihn zu einer Schlüssel- und Zeigerart für die speziellen Abhängigkeiten in der Natur und unserer Lebensräume.
Näheres zur Lebensart kann dem Flyer entnommen werden. Flyer über Falter und seine Lebensweise

Das zusammengefasste Ergebnis stellt sich wie folgt dar:
Bestandsbeobachtungen fanden im Kiebitzgrund in der Zeit von 28. Juni bis 12. August 2026 statt. Dabei wurde der erste Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling bereits am 28. Juni gefunden. Nachdem am 12. August auf zwei Flächen keine Schmetterlinge mehr gefunden wurden, haben wir die Beobachtung eingestellt.
An 20 Tagen fanden Beobachtungen auf insgesamt 63 Flächen im Kiebitzgrund statt (incl. Mehrfachbesuche von Flächen) In dieser Beobachtungsperiode wurden 195 Schmetterlinge des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings im Kiebitzgrund dokumentiert.
Die Beobachtungskulisse im Kiebitzgrund erstreckt sich auf 57 Areale mit der Wirtspflanze des Großen Wiesenknopf. Davon wurden im Berichtsjahr 28 Flächen aufgesucht.
4 Flächen wurden dabei neu erfasst. Auf 3 dieser neuen Flächen konnte erstmals der Falter nachgewiesen werden.

Neben den witterungsbedingten Einflüssen einer extremen Hitze- und Trockenperiode war der Schmetterling und die Wirtspflanze des Großen Wiesenknopfes weiteren Beeinträchtigungen ausgesetzt.

Besonders erfreulich war neben der großen Anzahl der gefundenen Schmetterlingsart auch das Vorkommen weiterer Bläulingsarten.

Überrascht hat zudem in diesem Jahr ein Vorkommen des Kleinen Perlmuttfalters. Auch diese wunderbar anzuschauende Schmetterlingsart ist von einem Bestandsrückgang betroffen. Umso erfreulicher war ein vermehrtes Vorkommen in der Beobachtungsperiode.

Weitere Informationen über den Schmetterling und unsere Aktivitäten der bisherigen Bestandserhebungen, Schutzmaßnahmen und Informationsmaterialien findet ihr auf unserer Projektseite Der Wiesenknopf-Ameisenbläuling Schmetterling im Kiebitzgrund | Pro Lebensraum Kiebitzgrund.